Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) – KundenRadar24 (Local SEO Retainer)
NetChamps GmbH
Bodenseestraße 217, 81243 München, Deutschland
Geschäftsführer: Kinan Saeb & Ndriqim Maxharaj
– nachfolgend „Anbieter“ –
1. Geltungsbereich, Vertragsgegenstand, Unternehmerkunden
Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen dem Anbieter und dem Kunden über Leistungen im Rahmen des Produkts/Services „KundenRadar24“ (Local SEO/Optimierung von Google-Unternehmensprofilen und lokaler Sichtbarkeit).
Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden gelten nicht, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer i.S.d. § 14 BGB. Verträge mit Verbrauchern werden nicht geschlossen.
2. Vertragsschluss (Online-Checkout)
Die Darstellung der Leistungen auf der Website des Anbieters stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung.
Der Kunde gibt durch Abschluss des Bestellvorgangs auf der Website (Auswahl des Abonnements, Eingabe der erforderlichen Daten und Klick auf den Button „zahlungspflichtig bestellen“ oder eine entsprechend eindeutige Beschriftung) ein verbindliches Angebot zum Vertragsschluss ab.
Der Vertrag kommt zustande, sobald
a) der Anbieter die Bestellung des Kunden in Textform bestätigt (z. B. per E-Mail) oder
b) der Zahlungsvorgang über den ausgewählten Zahlungsdienstleister (z. B. Stripe/PayPal) erfolgreich autorisiert/bestätigt wurde und der Anbieter die Leistung freischaltet bzw. mit der Leistungserbringung beginnt,
je nachdem, was zuerst eintritt.
Der Anbieter kann Bestellungen ablehnen, wenn sachliche Gründe vorliegen (z. B. fehlende B2B-Eigenschaft, technische Durchführbarkeit, Verdacht auf Missbrauch).
Leistungsbeschreibungen auf Websites, in Präsentationen oder Werbematerialien sind nur dann verbindlich, wenn sie ausdrücklich Bestandteil des Vertrags werden.
3. Leistungsumfang KundenRadar24 (Dienstleistung)
KundenRadar24 ist eine Dienstleistung (Dienstvertrag). Der Anbieter schuldet die Erbringung vereinbarter Maßnahmen nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch keinen bestimmten Erfolg.
Ziel der Leistung ist die Stärkung der lokalen Sichtbarkeit von Standorten des Kunden. Der Anbieter setzt hierbei auf bewährte Branchenmethoden sowie auf interne, erprobte Prozesse. Die konkrete Auswahl und Priorisierung der Maßnahmen erfolgt nach fachlicher Einschätzung des Anbieters, sofern der Vertrag nichts Abweichendes regelt.
Typische Maßnahmen können – je nach Ausgangslage und Paket/Umfang – u. a. sein: Optimierung des Google-Unternehmensprofils (GBP), Datenkonsistenz/Standortdaten, lokale Inhalte/Empfehlungen, Bild-/Medienpflege, Beitrags-/Update-Management, Monitoring/Reporting, sowie Bewertungsmanagement (z. B. Empfehlungen zum Umgang mit Bewertungen, Entwürfe/Unterstützung bei Antworten, Prozess-/Richtlinienberatung).
Nicht geschuldet sind insbesondere:
Garantien für Rankingpositionen, Sichtbarkeit, Leads, Anfragen oder Umsatz,
die Übernahme der Verantwortung für Entscheidungen/Handlungen Dritter (insb. Google) oder Änderungen von Richtlinien/Algorithmen,
Rechtsberatung oder Erstellung/Prüfung rechtlicher Inhalte (Impressum, Datenschutzerklärung, AGB, Wettbewerbsrecht etc.),
bezahlte Werbemaßnahmen/Ads-Budgets (der Anbieter arbeitet ausschließlich mit organischen Maßnahmen; Ads sind nicht Bestandteil),
Erstellung professioneller Foto-/Video-Produktionen; soweit Bilder benötigt werden, stellt der Kunde diese oder der Anbieter nutzt lizenzierte Stockfotos gemäß Ziff. 6.7.
4. Standortbezug / Abonnement pro Standort
KundenRadar24 wird standortbezogen erbracht. Für jeden Standort ist ein eigenes Abonnement erforderlich, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart.
Der Kunde stellt sicher, dass die beauftragten Standorte eindeutig bezeichnet sind (GBP-URL/Standort-ID, Adresse, Name).
5. Mitwirkungspflichten des Kunden (Zugänge, Freigaben, Informationen)
Der Kunde benennt einen Ansprechpartner, der zur Abgabe rechtsverbindlicher Erklärungen berechtigt ist.
Der Kunde stellt alle zur Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Inhalte und Nachweise vollständig, richtig und rechtzeitig bereit (z. B. korrekte Firmendaten, Standortdaten, Öffnungszeiten, Kategorien, Leistungen, Bilder, interne Richtlinien).
Google-Unternehmensprofil-Zugriff: Der Anbieter benötigt Mitarbeiter- oder Administratorzugriff auf das/ die GBP(s). Der Anbieter fordert diesen Zugriff nach Vertragsschluss selbstständig an. Der Kunde ist verpflichtet, die Zugriffsanfrage unverzüglich durch Bestätigung der entsprechenden E-Mail/Einladung freizugeben.
Verzögerungen, Mehraufwand oder Einschränkungen, die durch fehlende oder verspätete Mitwirkung entstehen, gehen zu Lasten des Kunden. Der Anbieter ist in solchen Fällen nicht für Zeitverzug oder eingeschränkte Wirkung der Maßnahmen verantwortlich.
Der Anbieter ist nicht verpflichtet, die vom Kunden gelieferten Inhalte auf Richtigkeit, Rechtmäßigkeit oder Rechte Dritter zu prüfen.
6. Einsatz Dritter, Stockfotos, Tools
Der Anbieter darf zur Leistungserbringung Subunternehmer einsetzen. Vertragspartner bleibt ausschließlich der Anbieter.
Soweit erforderlich, kann der Anbieter branchenübliche Tools/Software einsetzen (z. B. Analyse, Monitoring, Reporting). Der konkrete Einsatz liegt im Ermessen des Anbieters, soweit nicht abweichend vereinbart.
Stellt der Kunde kein geeignetes Bildmaterial bereit, kann der Anbieter im Rahmen der Leistungserbringung eigene, ordnungsgemäß lizenzierte Stockfotos verwenden. Hierfür fallen für den Kunden keine zusätzlichen Lizenzkosten an, soweit nicht im Einzelfall ausdrücklich eine kostenpflichtige Drittleistung außerhalb des vereinbarten Leistungsumfangs in Textform vereinbart wurde.
7. Vergütung, Abrechnung, Zahlungsverzug
Die Vergütung ergibt sich aus dem Angebot/Vertrag (monatlicher Retainer pro Standort, sofern nicht anders vereinbart).
Die Vergütung ist monatlich fällig. Sofern nicht ausdrücklich anders geregelt, erfolgt die Abrechnung ab Vertragsschluss.
Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, ist der Anbieter berechtigt, Leistungen bis zum Ausgleich offener Forderungen auszusetzen. Gesetzliche Verzugszinsen bleiben unberührt.
Aufrechnungs- oder Zurückbehaltungsrechte stehen dem Kunden nur zu, soweit seine Gegenansprüche unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind.
8. Laufzeit, Kündigung, Verlängerung
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und wird monatlich fortgeführt.
Der Vertrag kann von beiden Parteien mit einer Frist von mindestens 7 Tagen zum Ende eines Kalendermonats in Textform gekündigt werden.
Erfolgt keine fristgerechte Kündigung, verlängert sich der Vertrag automatisch um jeweils einen weiteren Monat.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
9. Leistungszeiten / Verfügbarkeit
Zeitangaben (z. B. Start, Umsetzungsreihenfolge) sind – sofern nicht ausdrücklich als verbindlich vereinbart – unverbindliche Planwerte.
Der Anbieter schuldet keine ständige Erreichbarkeit. Supportkanäle und Reaktionszeiten können im Angebot/Vertrag geregelt sein.
10. Keine Erfolgsgarantie / Abhängigkeit von Google & Dritten
Der Kunde erkennt an, dass lokale Sichtbarkeit und Rankings u. a. von Faktoren abhängen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen (z. B. Google-Algorithmus, Wettbewerb, Standortumfeld, Nutzerverhalten, Plattformrichtlinien, Sperrungen, Verifizierungsprozesse).
Der Anbieter übernimmt daher keine Garantie für bestimmte Rankings, Sichtbarkeit, Leads, Umsatz oder sonstige wirtschaftliche Ergebnisse.
Für Maßnahmen/Entscheidungen Dritter (insb. Google), etwa Sperrungen, Einschränkungen, Ablehnungen oder Richtlinienänderungen, übernimmt der Anbieter keine Verantwortung.
11. Rechte, Nutzungsrechte
Soweit der Anbieter dem Kunden Arbeitsergebnisse (z. B. Texte/Entwürfe/Reports/Strukturen) überlässt, erhält der Kunde ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für eigene betriebliche Zwecke, sofern nicht anders vereinbart.
Vorlagen, Prozesse, Know-how, Methoden und Tool-Setups des Anbieters bleiben geistiges Eigentum des Anbieters.
12. Datenschutz / Auftragsverarbeitung
Die Parteien beachten die geltenden Datenschutzgesetze.
Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet und eine Auftragsverarbeitung i.S.d. Art. 28 DSGVO vorliegt, schließen die Parteien vor Beginn entsprechender Verarbeitung einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV). Der Anbieter kann einen AVV stellen.
13. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten („Kardinalpflichten“) ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Kardinalpflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
Im Übrigen ist die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
Eine Haftung für entgangenen Gewinn, ausgebliebene Einsparungen, mittelbare Schäden und Folgeschäden sowie Reputationsschäden ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.
Die Haftungsregeln gelten entsprechend für gesetzliche Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
14. Freistellung
Der Kunde stellt den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die aufgrund einer Pflichtverletzung des Kunden (insbesondere rechtswidrige Inhalte, Rechte Dritter, unzutreffende Angaben, fehlende Einwilligungen) gegen den Anbieter geltend gemacht werden. Dies umfasst auch angemessene Rechtsverfolgungskosten.
15. Vertraulichkeit
Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei streng vertraulich zu behandeln und nur zur Durchführung des Vertrags zu verwenden.
Die Pflicht gilt zeitlich unbegrenzt über die Vertragslaufzeit hinaus.
Gesetzliche Offenlegungspflichten bleiben unberührt.
16. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist – soweit zulässig – der Sitz des Anbieters in München.
Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform, soweit nicht gesetzlich strengere Form vorgeschrieben ist.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Regelung tritt die gesetzliche Regelung.
Stand: 19.02.2026